Grusswort

Seid gegrüßt, Daheimgebliebene!

Wie bereits angedroht habe ich schnell und schmutzig eine Webseite zusammengebastelt, wo ihr meine geistigen Ergüsse korrekt bebildert sehen könnt. (Das das hier nicht unbedingt "schnell und schmutzig" aussieht, liegt am Werkzeug, nicht an mir.)

Falls ihr übrigens einen RSS-Reader habt, und wißt was das ist, dann könnt ihr euch sogar darüber topaktuell informieren lassen, wenn ich mal wieder was hier geschrieben habe.

Ist die moderne Kommunikationstechnologie nicht toll? 

Outtakes

Dinge, die ihr aus irgendwelchen Gründen bislang nicht zu sehen bekommen habt:

Ein riesiger Gorilla mit Baseballkappe…

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Mutierte Monsterspinnen von Mars (ca. 15 cm und gelb-grün)…

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Der Holzschnitt "Der berühmte Samurai-Darsteller Hideyoshi Fukazawa bekommt einen Tritt in die Leiste" (oder so)…

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Der "Hyper Convenience US Mart" (nur noch getoppt vom "Hyper Liquor Store" – von dem’s aber leider kein Bild gibt)…

Dr. Fukuoka und Mr. Hakata

Das heutige Fukuoka – die größte Stadt auf Kyushu, der südlichsten der großen japanischen Inseln – ist eigentlich ein Zusammenschluß aus zwei Städten: Fukuoka und Hakata. Und beide Namen tauchen immer noch auf. Der Flughafen heißt "Fukuoka", der Bahnhof "Hakata" und in der Stadt werden beide Namen wild gemischt. Obwohl die Trennung eigentlich einfach ist: der Teil auf der einen Seite des Flusses ist Fukuoka, der andere Hakata. Scheint aber keinen so richtig zu stören.

Um es kurz zu machen: nach fünf japanischen Großstädten (Nagoya, Osaka, Kyoto, Tokyo und Hiroshima) hat Fukuoka/Hakata wenig neues zu bieten. Immerhin: es gibt ein großes, völlig unübersichtliches (und ziemlich häßliches) Einkaufszentrum namens "Canal City"…

Hiroshima

Der A-Bomb Dome.

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Peace Memorial Park.

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Die Friedensglocke.

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Das Children’s Peace Memorial, gewidmet Sadoko Sasaki (Stichwort: Papierkraniche – die Geschichte dürfte jeder in den letzten dreißig Jahren in der Schule vorgelesen bekommen haben).

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Auf der Hiroshima vorgelagerten Insel Miyajima kann man die nach

Tokyo Hotel

Der Forschungsteil ist abgeschlossen – jetzt ist Urlaub angesagt. Jipieh!

Erster Stop: Tokyo. Acht Millionen Einwohner. Fast jeder zehnte Japaner lebt im Großraum Tokyo. Eine der größten Städte der Welt. Und ein U-Bahnsystem, dessen Übersichtsplan das Wort "Übersicht" verspottet.

09.12.2006 13:47

Von Konferenzen und Kaffeemaschinen

Vom 13. bis zum 17.11. waren wir (Prof. Yamaguchi, Eiko – der anderen Assistant Professorin neben Dr. Wakamiya –, zwei Graduate Studenten, der Herr Job und ich) in Kyoto zu einer Konferenz für Organische Chemie, genauer gesagt der…

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…oder – etwas kürzer – IKCOC-10, die von der Kinki Chemical Society gesponsert wurde.

Und die hat sich wirklich nicht lumpen lassen. Die Konferenz fand im "Rihga Royal Hotel" statt, daß in meinem Reiseführer als "Top End" eingestuft wird. Und das sieht man, z.B. …

Von Flüssen und Fällen

Zunächst mal möchte ich euch mit einer traditionellen japanischen Delikatesse bekannt machen: Wurst am Stiel.

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Aber zum Thema: am letzten Samstag (dem 4.11.) hatten wir einen Arbeitskreisausflug. Der gesamte AK ist geschlossen nach Takigawa gefahren, um dort die Akame-Shijyu-Hattaki anzusehen. Shijyu-Hattaki heißt "48 Wasserfälle" übersetzt. Akame bedeutet "Rote Augen" und ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, was uns das sagen will…

Egal.

Das Ganze ist auf jeden Fall ein beliebtes Ausflugsziel, an dem man ein kleines Flußtal entlangwandern kann und dabei eben an einigen Wasserfällen vorbeiko…

Von Schlössern und Schreinen

Heute wird’s kulturell.

Angesichts dessen, daß Nagoya eine der größten Städte Japans ist, kann man durchaus erwarten, daß hier so einiges an wichtigen und durchaus sehenswerten Kulturgütern zu finden ist.

So gibt es in Nagoya einen der wichtigsten und größten Shinto-Schreine des Landes, den Atsuta-Schrein. Der Schrein liegt in einem Park im Süden Nagoyas und ist seiner Bedeutung entsprechend ein beliebtes Ausflugsziel. Wie eigentlich alle größeren Schreine ist der Atsuta-Schrein von mehreren kleinen Schreinen umgeben, wie dem auf dem Bild unten, die in dem Park verteilt sind.

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Auf dem Bild sieht man die wichtigs…

Von Reitern und Rosa Drachen

Ha!

Zwei neue Seiten an einem Tag! Damit habt ihr jetzt nicht gerechnet, was?

Am 14. und 15. Oktober war hier das "Nagoya Festival". Das Ganze fand zu Ehren von drei berühmten mittelalterlichen Persönlichkeiten statt, die wichtige Verbindungen zu Nagoya haben: Nobunaga Oda, der Japan im 16. Jahrhundert geeint hat, in Nagoya geboren wurde in die meiste Zeit hier gelebt hat, dessen treuer Gefährte Hideyoshi Toyotomi (quasi der Robin zu Batman), der ebenfalls hier in der Gegend geboren wurde, und Ieyasu Tokugawa, der Nagoya Castle gebaut hat und die Stadt gegründet hat. Wer "Shogun" gelesen hat, dem sollten diese Namen bekannt vorkommen.

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob es irgendeinen bestimmten Anlaß für d…

Von Geschäften und Guitarren

Die Gegend in Nagoya, wo man so ziemlich alles an Bären steppen und an Päpsten in Kettenhemden boxen sehen kann, ist die weitere Umgebung von Sakae. Hier gibt’s die größte Konzentration an Bars, Restaurants, Discos und sonstigen Amusement.

Hier findet man den Nagoya TV Tower (alias "Eiffel-Turm Mk. III")...

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...eine futuristische Kombination aus Busbahnhof und Einkaufszentrum namens "Oasis 21"...

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...das neue Robotermuseum...

Von Delphinen und Diäten

Letzten Montag ist mir doch glatt noch ein wunderbares Beispiel für Engrish in den Postkasten gelegt worden. Das will ich euch natürlich nicht vorenthalten:

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Bekanntlich liegt Nagoya ja am Meer. Und was wäre eine Stadt am Meer ohne einen anständigen Hafen?

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Learning Engrish

Uerukamu to "Reaaningu Ingurishi" resson uan!

Kein Wort verstanden? Kommt noch.

Wer irgendwann mal Japanern begegnet ist (oder hier aufmerksam gelesen hat), wird ziemlich schnell festgestellt haben, daß der durchschnittliche Japaner ein grauenhaftes Englisch spricht – selbst wenn er es in der Schule gelernt hat.

Woran liegt das?

Einer der wichtigsten Gründe ist natürlich das Schulsystem. Der Unterricht sieht vor allem so aus, daß das Leseverständnis oder das Schriftliche betont wird. Freies Sprechen – Sprechen überhaupt – spielt kaum eine Rolle.

Darüberhinaus ist aber auch von Bedeutung, wie japanischen Schülern Englisch beigebracht wird. Vor allem am Anfang wird die Sprache nämlich…

Bergfest!

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(Ehrlich gesagt kein Foto von mir.)

Von Fischen und Flüssen

Es gibt hier auf dem Campus einen (eigentlich zwei) Läden, in denen sich die Studenten mit Artikeln des täglichen Bedarfs eindecken können. Angefangen bei Nahrungsmitteln (meist Snacks), über Körperpflegeartikel, Zeitschriften, Schreibzeug, bis hin zu Computern und Zubehör.

In diesen Läden (naja, zumindest in einem kann ich es bezeugen) gibt auch eine Ecke mit Devotionalien der Universität Nagoya: T-Shirts mit der Aufschrift "Nagoya University" (wahlweise englisch oder japanisch), Tassen, Mouse Pads, original "Nagoya University"-Kekse und so weiter.

Und es gibt den Original "Nagoya University Noyori™ Materials Science Laboratory® BINAP™ Chemistry"-Druckbleistift von Mitsubishi™.

17.08.2006 13:01

Von Salzstreuern und Schwergewichten

Hmmm... die ganze letzte Woche bin ich von allen möglichen AK-Mitgliedern gefragt worden, ob ich schon gesehen hätte, was einer der Studenten mit seinen Haaren gemacht hat. Ich hatte keine Ahnung, wovon die Leute reden... bis der Entsprechenden mal direkt unter einer Lampe stand.

Er hatte sich die Haare gefärbt. Von Schwarzbraun zu Braunschwarz. Riesiger Unterschied...

Aber zum eigentlichen Thema.

Am 17. Juli gab’s hier in Japan einen Feiertag (ihr merkt vielleicht, daß ich hier etwas hinterherhänge...), also: Keine Arbeit!

Jipieh!

Daher mußte der Tag irgendwie anders verbracht werden. Da tr…

Things To Do In Nagoya When You Are Undead

Okay, eigentlich hatte ich euch an dieser Stelle SUMO versprochen, aber aus gegebenem Anlaß verschiebe ich das auf das nächste Mal (was ich hoffentlich recht bald zustande bekomme).

Doch vorweg an Euch, die Ihr schwachen Herzens seid: Ihr werdet die Dunkelheit erleben. Ihr werdet Blut sehen. Ihr werdet das Absolut Böse schauen. Und James Stewart kommt auch vor.

Ich meine es ernst.

Behauptet also nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Ihr seid noch da?

Selber schuld.

Sightseeing, Sumo, Arbeitskreis-Parties und lange Abende im Labor sind ja ganz nett (gut, beim letzten habe ich gelogen), aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, seine Freizeit in Nagoya zu verbringen.

Zum Bei…

Von Schläfern und Sängern 

Das Leben eines japanischen Chemiestudenten ist hart: Keine Freizeit, ständig irgendwelche Praktika, selbst in der vorlesungsfreien Zeit für irgendwelche Prüfungen lernen... Oh, Moment – das waren ja wir...

Angesichts der heftigen Arbeitszeiten (wir erinnern uns: 9.30-22.00 Uhr, sechs Tage die Woche), die nebenbei bemerkt deutlich über dem Durchschnitt dessen liegen, wie japanische Studenten normalerweise so tätig sein "dürfen" (kommt euch das irgendwie bekannt vor?), stellt man sich unweigerlich die Frage, ob sich die Studenten nicht völlig in Grund und Boden arbeiten.

Die Antwort lautet klipp und klar: Nein.

Denn trotz der langen Anwesenheit wird letzten Endes eigentlich nicht mehr geleistet, als wir in grob ac…

Von Gesichtern und Gerätschaften 

Da kann man noch so weit reisen - irgendwie laufen einem ständig die selben Leute über den Weg...

LeyLutz

Die neckischen Kringel auf Lutz Tietzes Brille habe ich nicht zu verantworten. Übrigens möchte ich gerne Steven Leys Budget für Reisekosten haben: gut sechs Wochen später ist er wieder in Japan, um einen Preis entgegen zu nehmen.

Mein letzter Bericht scheint ja doch den Eindruck erweckt zu haben, daß hier im Labor der Gammel regiert.

Nun gut, eine gewisse Unordentlichkeit kann man nun kaum verhehlen. Auf der Habenseite muß man aber doch die Ausstattung hier nennen. So haben wir hier insgesam…

Von Zeiten, Zwergen und Zuständen 

Guten Morgen da drüben!

Ich habe länger nichts von mir hören lassen – die Ar…

© 2006 Simon Janich